Smart Mobility – Verortung durch Lineare Referenzierung
Das zweite Verfahren zur Positionsbestimmung ist die Lineare Referenzierung. Hier dient ein Bezugsnetz aus den Mittellinien der vorhandenen Verkehrswege (Straßen, Schienen, Flussläufe) und ihrer Kreuzungspunkte, um die Lage der Objekte durch die Entfernung auf den Mittellinien vom letzten Kreuzungspunkt und den seitlichen Abstand von der Mittellinie zu bestimmen.
Diese Methode, in Wegmeilen die Entfernungen auf einer Strecke durch die Zahl der Schritte zu messen, diente schon im Altertum als Orientierungshilfe für Handel und Militär.
War diese Methode früher noch recht ungenau, so ist sie nun durch die horizontale objektnahe Abstandsmessung mittels digitaler Medien (Radar, Bluetooth) mindestens so genau wie die GPS-Messung aus der Satellitenumlaufbahn. Diese Genauigkeit ist auch eine Grundvoraussetzung für das autonome Fahren.
Ein weiterer Vorteil der Linearen Referenzierung ist die Sklalierbarkeit der Entfernungsangaben. Die Darstellung der Bezugsnetze muss nicht geometrietreu sein und die Maßeinheiten können beliebig gewählt und umgerechnet werden.
Angesichts der zunehmenden Abhängigkeit Europas von den satellitengestützten Informationssystemen großer konkurrierender Handelspartner und zur eigenen Sicherheit bietet sich mindestens der linearreferenzierte Betrieb der Verortung als Paralellsystem an, zumal in Deutschland und auch in den meisten europäischen Nachbarländen die Lineare Referenzierung seit langem für die Hauptverkehrswege in Gebrauch ist.
Sie hierzu ausführlich Positionsbestimmung

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