Smart Buildings – serielles Bauen versus Gestaltwert

Wenn man das Wohnen nicht bloß als Zuordnung von festen Wohnsitzen, sondern als Lebensraum begreift, dann dienen Gebäude und ihr Umfeld vor allem mit ihrem Gestaltwert auch der Orientierung und der Identifikation des einzelnen mit seiner Gesellschaft. Das war vom Anbeginn der Siedlungsentwicklung der Menschheit so und fand im Städtebau des Mittelalters und des aufstrebenden Bürgertums einen noch heute prägnanten Ausdruck.

Wohnen sollte nicht deterministisch beurteilt werden: Wohneinheiten pro Einwohner oder Fläche.

Bei der Planung und dem Entstehen dieser neuen Siedlungsformen kann die Digitalisierung insbesondere bei der seriellen Fertigung großen Nutzen stiften, wenn Lebensqualität und der Gestaltwert der Bebauung nicht das Nachsehen gegenüber der Rationalisierung des Bauens gewinnen. Denn auch das Wohnen ist ein stochastisches Phänomen. So zieht gemäß der Einwohnerstatistik in einer Großstadt wie München jeder Zehnte einmal im Jahr um, von den 25-jährigen sogar jeder Vierte.

Aber auch global gehören Bevölkerungsbewegungen zur Normalität. In vielen außereuropäischen Ländern ist das „Nomadentum“ die Regel, wenn zu Großveranstaltungen (z.B. Mekka), aber auch aus veränderten politischen, wirtschaftlichen oder umweltbezogenen Rahmenbedingungen (Flüchtlinge) in kürzester Zeit und zunächst nicht auf Dauer geplant Städte aus Zelten und Containern entstehen.

Nachwachsende Baustoffe, aus Holz, Bambus und Hanf können zudem energiesparend Stahl und Beton ersetzen sowie die Nachhaltigkeit der Bauprodukte erhöhen.


Smart City - ein Blick in die Zukunft

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