Smart City – das Problem der Dichte

Eine der Hauptursachen des Verkehrsaufkommens in einem Siedlungsraum ist der sogenannte Berufsverkehr, der wochentäglich zwischen zwischen Wohnung und Arbeitsplatz. stattfindet.

Um diese Zusammenhänge zwischen Einwohner-, Arbeitslatz- und Verkehrsdichte zu verstehen, betrachten wir die räumliche Verteilung der Bodenpreise einer Großstadt wie etwa München in schematischer Darstellung als Oberzentrum mit vier umliegenden Unterzentren. Im Schnitt steigen die Bodenpreise mit der Baudichte zum Zentrum hin kontinuierlich an.







Im Gegensatz dazu konzentrieren sich die größten Einwohnerdichten in einem Kranz um das Zentrum. Hauptgrund dafür sind die für das Wohnen zu hohen Bodenpreise im Zentrum. 






Der Berufsverkehr pendelt nun werktäglich morgens und abends zwischen Wohn- und Arbeitsplätzen hin und her. Man kann den Quell- Zielverkehr auf viele Arten messen, etwa mit Befragungen oder Zählungen an Querschnitten. Nach Teilgebieten (z.B. Stadtvierten) subsummierte Zahlen ergeben dann einen Spinnennetz von Quell-Ziel-Beziehungen über den ganzen Siedlungsraum, der sich mit zunehmender Siedlungsdichte selbst überproportional verdichtet. Die aus dem Berufsverkehr resultierende Verkehrsdichte ist m.a.W. eine Folge hoher Zentralität.

Auch die andere Ursachen für das Verkehrsaufkommen, wie wie Warenlieferung, Teilnahme an Veranstaltungen, Reisen, sind letztlich auch durch  die Zentralität der Lage, die Attraktivität und die Größe des Angebots bestimmt.

Wenn die Straßen und Schienen die gleichen bleiben, überlagern sich notgedrungen die Verkehrsströme lokal, zeitlich und saisonal. Umso wichtiger ist da ein stets aktuelles strecken- und ortsbezogenes Informationssystem.



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